Unterkunft

Nach 4 Stunden Autofahrt nach Paris, etlichen Stunden Wartens im Flughafen, 40 Minuten Verspätung beim Abflug, 9 Stunden quälenden Fluges, und der 20minütigen Fahrt zu unserer Unterkunft, waren wir froh endlich im "Emerald Jungle Village" angekommen zu sein.
Das EJV liegt etwa 15 km vom Flughafen, und 25 km von Cayenne entfernt an der RN2, und bietet Platz für etwa 8 Gäste.
Anscheinend war es früher eine Garnison der französischen Fremdenlegion, bevor es vom jetzigen Besitzer , Joep Moonen, vor über 20 Jahren gekauft und erweitert wurde.
Hier haben wir also unser Quartier bezogen, und waren am ersten Tag auch die einzigen Gäste, bevor dann am nächsten Tag noch zwei Aquarianer eingetroffen sind, mit denen wir dann auch die meisten Expeditionen gemeinsam unternommen haben.
 

 

Joep hat alles sehr gut abgesichert, mit Zaun rundum, und sogar Stacheldraht drüber. Auch scheinen noch andere Sicherheitsmassnahmen zu bestehen, wo er nicht weiter drüber gesprochen hat.
Dieses Sicherheitsbedürfnis scheint aber nicht selten in fr. Guyana zu sein, ich habe zahlreiche Behausungen im gehobenen Styl gesehen, die ähnlich umzäunt waren.
Joep hat auch immer wieder ermahnt, vorsichtig zu sein, und z.b. nicht allein an den Strand von Kourou zu gehen, wenn niemand sonst dort ist ( Frauen und Kinder ). Ich selbst habe allerdings niemals irgend etwas verdächtiges bemerkt, und ich war mutterseelenallein am Strand.

Bewacht wird das Anwesen von drei Hunden( 2014 nur noch zwei ) , die man zumeist schlafend antrifft, wegen der doch grossen Hitze.
Allerdings kann sich niemand ( nicht mal ein Opossum ) dem Haus nähern, ohne eine wilde Bellerei auszulösen. Ihre Arbeit machen die drei jedenfalls gut, und sind auch noch sehr lieb.

Einfahrt Einfahrt 
Aussicht nach hinten.Aussicht

 

Das Haus

 

Garage Haus Unterkünfte

 

Das Esszimmer

 

Der erste Stock gehört Joep und Familie zum Wohnen, drunter wird gemeinsam gegessen, und Abends ein Bierchen zusammen genossen.
Da es um 18:30 anfängt dunkel zu werden, und um 19Uhr dann stockdunkel ist, wird dann auch um die Zeit gegessen

 

 

Unser Zimmer

 

GarageIn diesem nicht klimatisierten Zimmer wurden Abends gegen 21 Uhr über 29° gemessen, und morgens um 7 noch etwa 26°. Zum Schlafen also nicht sehr gut geeignet.
Die Moskitonetze wurden jeden Tag runtergeklappt, schon allein , weil es um 19Uhr stockdunkel ist, man die Beleuchtung anmacht, um doch noch was tun können, und die Fenster natürlich auch nicht permanent zu sind. Es kommt also alles mögliche rein.

Der Komfort ist absolut rudimentär, einfacher geht es nicht, für Aquarianer auf Entdeckungsreise ausreichend, allerdings sollte man die Partnerin nicht unbedingt mitnehmen, schon allein wegen der Gäste , die sich manchmal einstellen.

Garage

 

Mitbewohner

 

Die Hunde, immer wachsam.

 

Hunde Hunde Hunde

 

Dendrobaten

 

Wenn man Abends die Pflanze kräftig goss, und vielleicht früh morgens noch mal, und man viel Glück hatte, konnte man unsere wohl schönsten Mitbewohner beim Runterklettern beobachten.

Das sind wirklich schöne Tiere, und nicht grösser als die Hälfte meines Daumens.

Auch Schildkröten gehören zu den Mitbewohnern, aber man muss sehr leise sein, sonst plumpsen sie gleich ins Wasser.    

 

Weniger gern gesehene Gäste.
Die Kröten waren allgegenwärtig, machten erstaunlich grosse Sätze, und wenn man nicht aufpasste versteckten sie sich im Zimmer. Frösche gabs auch, die lebten in meinem Zimmer, vorwiegend im Duschraum, gingen aber auch im Schlafzimmer an den Wänden spazieren.
Hunde Hunde Hunde
Joep meinte, es wäre wohl eine noch sehr junge Wasserschlange, wie man sieht, war sie nicht sehr gross. Dieses Tierchen fanden unsere Nachbarn eines Tages in ihrem Duschzimmer. Sieht wahrscheinlich gefährlicher aus , als er ist. Vogelspinne, sass im hölzernen Fensterladen, fühlte sich nicht an wie Holz, als ich ihn schliessen wollte.
Schlange Hunde Hunde
Dieses Tier, wohl eine kleine Vogelspinne. hatte unsere Dusche als neue Heimat auserkoren, wurde aber schnell an die Luft gesetzt. Diese Spinne hat die Nacht in meinem Schuh verbracht. Glücklicherweise habe ich meine Sachen immer untersucht, ehe ich sie angezogen habe. Es scheint aber keine Gefahr von ihr auszugehen, Joep hat sie als hausspinne betitelt.
Schlange Schlange Schlange
Diese allerliebste kleine Baumschlange hat die Nacht ( 2014 ) in meinem Zimmer verbracht. ich wäre morgens beinahe draufgetreten. Joep meinte, es wäre kein Problem, sie wäre nur leicht giftig. Wollte mir wohl ein wenig Angst machen.
Schlange Schlange

Joeps "Hobbyzucht"

 

Unser Hausherr ist ja ein anerkannter (Hobby)Biologe, und immerhin tragen auch drei Pflanzen seinen Namen. So kann man wohl nicht mehr von Hobbyzucht sprechen. Er ist jedenfalls ständig am Sammeln, Vermehren , Machen und Tun, damit es seinen Pfleglingen gut geht. So ist das Anwesen übersät mit Töpfen und Behältnissen mit Pflanzen in allen möglichen Formen und Farben. Hier mal eine kleine Auswahl: